Testbericht Gin Genie Lite Liegegurtzeug

Nachdem ich mich zu Beginn des Jahres von meinem Impress 3 Liegegurt getrennt habe, ging mir doch irgend etwas ab. Die leicht liegende Position mit ausgestreckten Beinen und der wärmende Beinsack samt wohligem Gefühl. Außerdem sehen die Dinger einfach gut aus – das ist so! Mir war es auf der Suche nach Liegegurtzeugen 2.0 wichtig, dass ich auch ohne Beinsack sicher und bequem fliegen kann (bestenfalls mit einem abnehmbaren Beinsack). Nach längerer Recherche bin ich neben anderen auf das Gin Genie Lite Gurtzeug gestoßen und habe es mir nach kurzen Tests kurzerhand zugelegt! Ich kann es nur mit dem Advance Impress 3 vergleichen. Andere Liegegurzteuge bin ich nicht längere Zeit geflogen.

Vorteile:

  • – Sitzposition einfach einstellbar, bequem und Position bleibt vor allem erhalten (es verstellt sich nichts von alleine)
  • – Beinsack ist mit ein paar Handgriffen abnehmbar!
  • – lässt sich super auch ohne Beinsack fliegen (muss entsprechend eingestellt werden)
  • – Einstieg in den Beinsack geht genau so gut/ schlecht wie beim Impress 3. Ich habe keine Probleme dabei
  • – Packmaß ist sehr gut/ gering. Passt auch in einen kleinen Rucksack mitsamt Schirm und Helm. Kommt in Sachen Packmaß aber nicht an das Impress heran
  • – Retterfach ist super groß dimensioniert! Dort passt auch ein „nromaler“ Retter rein, der sich gut auslösen lässt
  • – Staufach für Gepäck ist auch angenehm groß dimensioniert
  • – SITZBRETT! Damit lässt es sich sehr gut mit Gewichtsverlagerung fliegen
  • – Kleine extra Details wie Auslass für Trinkschlauch mit separatem Getränkefach und Tasche auf Beinschürze vorhanden
  • – Aufhängehöhe ist sehr angenehm/ effektiv für Handling und Gewichtssteuerung
  • – Design und Aussehen gefallen mir ganz gut – schöne Proportionen ohne unnötig großen Heckbürzel…

Nachteile:

  • -Das Halten des Beinsacks im Flug war beim Impress 3 etwas leichter (Sack war dehnbarer). Geht aber trotzdem gut!
  • -Verarbeitung/ Qualität ist ganz gut – könnte aber besser sein, wenn man Advance-Produkte kennt
  • -Cockpit ist nicht ganz so schön gelöst wie beim Impress 3 (Ableseposition, Handling)
  • -Beinsack schließt nicht so ordentlich ab (unterhalb des Cockpits ist links noch etwas offen) wie beim Impress
  • -Qualitätsanmutung allgemein ist gut – aber eben kein Mercedes 🙂
  • -Protektor im Rückenbereich ist rel. dünn, Retter sitzt irgendwo im Lendenbereich

Für mich ist vor allem wichtig, dass ich jederzeit stressfrei auch mit hängenden Beinen fliegen kann. Entweder beim grundnahen Soaring oder beim Bodenspielen, bzw. bei Turbulenzen und je nach Gusto – man hat ja nicht unbeding bock darauf, 5 Stunden mit gestrecken Beinen zu fliegen. Beim Impress 3 ging das konstruktionsbedingt nicht, da man ohne Druck auf die Fußplatte nach vorne hinaus gerutscht ist! Man kann das Genie Lite auch so einstellen, dass man bequem mit Beinsack (also halbliegend) und auch ohne Beinsack (halb sitzend) fliegen kann. Zudem funktionieren Wingover mit dem Genie lite 10x geiler als mit dem Impress 3! Man gleitet förmlich von einer Seite zur anderen. Bis ich es auf langen Streckenflügen testen kann, vergehen noch ein paar Monate – die ideale Zeit zum Eingewöhnen. 😉

This Post Has 1 Comment

  1. lars sagt:

    cooler bericht über das genie lite. habe auch großes interesse an dem gurt uns will den unbedingt mal testen. vielleicht gibts von dir ja noch eine erweiterung des berichts nach den ersten flügen, ggf. auch mit bild oder videomaterial!? grüße aus berlin

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