Testflüge mit dem Advance Impress 3 Liegegurt

Eine Konsequenz, die daraus resultiert, ab kommender Saison vermehrt auf Strecke zu gehen und meine Beinhaltung im offenen Gurtzeug, nämlich meist ausgestreckt (ohne Beinstrecker), war es, das neue Impress 3 Liegegurtzeug von Advance zu testen. Warum gerade das Impress 3? Ganz einfach – es soll eines der bequemsten und leichtesten Liegegurtzeuge sein und ein geringes Packmaß besitzen. Außerdem bin ich mit meinem Access 2 air von Advance so zufrieden, dass es nahe liegt, Advance treu zu bleiben. Das Range 2 von Skywalk hätte mich auch brennend interessiert, ist aber ein Auslaufmodell und in meiner Größe nicht mehr verfügbar.

Da ich zum ersten Mal einen Liegegurt geflogen bin, kann ich nur Vergleiche mit herkömmlichen, offenen, Gurtzeugen ziehen. Das Impress 3 hat einen permanenten Schaumprotektor unterhalb des nicht vorhandenen Sitzbretts, hinter der Rettung. Am Rückenteil selbst verfügt der Liegegurt über keinerlei Schutz (ebenso wie das Access 2 air). Daher ist das Packmaß rel. klein. Wie bereits angesprochen hat das Impress 3 kein Sitzbrett! Diese Neuentwicklung hat Vor- und Nachteile. Wobei die Nachteile vermutlich marginal sind. Durch das fehlende Sitzbrett ist das Packmaß und Gewicht geringer. Allerdings vermisst man im Flug bei Gewichtsverlagerung den „Hebel“ unterm Hintern! Das lenken mit Gewichtsverlagerung fällt daher anders als gewohnt aus. Auch bei Wingovers fehlt einem das Sitzbrett im ersten Moment, um Dynamik über das Gewicht aufzubauen. Man sitzt doch subjektiv eher schwammig im Impress 3. Aber das muss kein Nachteil sein – denn erstens ist das Impress 3 kein Freestyle Gurtzeug und zweites ist es dafür unschlagbar bequem! Man liegt gebettet in einer gemütlichen Hängematte, in der man es vermutlich über viele Stunden hinweg ohne Druckstellen aushält.

Gewöhnungsbedürftig für mich war das Einsteigen in das Gurtzeug nach dem Start. Es bedarf einer gewissen Übung, den Beinsack mit dem Fuß zu holen, um dann im Anschluss hineinzuschlüpfen. Durch eine extreme Vorlage gelingt es einem dann allerdings nach etwas Übung. Dieses Manko hat man bei allen Liegegurten mit Beinsack! Die Startvorbereitung läuft allerdings gewohnt von Advance Gurtzeugen angenehm kurz ab. Eine T-Bar für die Beingurte ist zu schließen, eine zweite, kleinere T-Bar zur Sicherheit, damit nicht nur der Beinsack geschlossen wird (in der Vergangenheit gab es Unfälle bei geschlossenem Beinsack, aber offenen Beinschlaufen!) und der Beinsack wird mit einer Öse verschlossen – that‘s it! Der Start selbst läuft im Grunde gewohnt ab, wie mit einem offenen Gurtzeug.

Die Vorteile auf einem Blick: Aerodynamisches Gurtzeug, geringes Gewicht mit unter 5 Kg, rel. kleines Packmaß, extrem bequem, sehr leicht zu handhaben, viele Stauräume, hochwertige Materialien, tolle Optik.

Nachteile gibt es keine wirklichen – beachten sollte man allerdings, dass das Impress 3 rel. wenig passiven Schutz bietet, da nur ein Protektor im unteren Bereich verbaut ist. Das fehlende Sitzbrett ist gewöhnungsbedürftig, sollte sich aber nicht als Nachteil herausstellen. Nach Rücksprache mit Gleichgesinnten gewöhnt man sich rel. schnell daran. Der Preis ist heiß! Unter 1.000 EUR geht auch bei den günstigsten Händler nichts.

This Post Has 6 Comments

  1. andi sagt:

    super video. sag mal, wie hast du die cam in den leinen befestigt?

    danke und lg
    andi

  2. andi sagt:

    sauber nico

    jetzt weiss ich, für was das ding da ist 😉
    danke
    lg us züri

    andi

  3. Klaus sagt:

    wie immer bist du allen, in Sachen Video, einen Schritt voraus! 😉 Gefällt mir die neue Cam Perspektive
    LG Klaus

  4. Felix sagt:

    Hi,
    Wie groß bist du und in welcher Größe besitzt du das Impress 3?
    Mfg Felix

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