Trotz Ankündigung von Regen und Überentwicklungen konnte ich heute zwei erste Testflüge mit dem neuen Tequila 3 absolvieren.
Das Design des neuen Tequila 3 sticht auf jeden Fall schon mal ins Auge und verfolgt den Stil der höheren Klassen von SKYWALK. Obersegel beinahe vollflächig farbig, am Untersegel viel weiß, was mir sehr gut gefällt. Die voll durchgefärbten Flügel kann ich irgendwie nicht mehr sehen. An zu viel Farbe sieht man sich einfach schnell satt. Das Profil der Kappe ist mit einem Rigid Foil System geformt. Das sind kleine Stäbchen, die dem Flügel durch ihre Spannung und Biegung das Profil verleihen. Daher gibt es an den vorderen Rippen auch keine Verstärkung mehr. Die Streckung und Gesamtfläche hat beim Tequila 3 etwas zugelegt, was man auch sehen kann.
Zum Start (-verhalten):
Das Konzept mit den drei Leinenebenen (A, B,C + Bremse) ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da gänzlich neu in dieser Klasse. Man hat das Gefühl, „da fehlt doch was“. Die Leinen sind zudem dünner als die vom Vorgänger. Das Sortieren ist daher auf den ersten Blick erst einmal etwas unüberschaubar. Der Bremsgriff ist mit einem größeren Magneten versehen, was ihn leichter arretieren lässt. Die beiden A-Ebenen können ebenso mit Magneten zusammengehalten werden. Zum Start: Der Tequila 3 lässt sich noch einfacher aufziehen als sein Vorgänger und startet somit noch leichter! Sowohl vorwärts als auch rückwärts total easy.
Zum Flug (-verhalten):
Nach dem Start bin ich direkt zum Greber Startplatz rübergeflogen und habe diesen erstaunlicherweise mit Trimmspeed auf einer ganz anderen Höhe erreicht als sonst (morgens bei null Thermik). Da ich diesen Weg regelmäßig fliege, ist mir das sofort aufgefallen, was in dem Fall mit der höheren Gleitzahl zu tun haben muss. Der Flügel selbst fühlt sich gedämpfter (weicher) als sein Vorgänger an. Man hat das Gefühl, er bügelt mehr Unebenheiten in der Luft weg. Der Steuerweg der Bemsleinen ist etwas länger geworden, dafür hat der Steuerdruck nachgelassen. Die Bremsen sind auch einen Tick weiter oben aufgehängt. An Agilität hat der Flügel allerdings eher ein wenig zugelegt.
EDIT 2ter Flug: der T3 ist auf jeden Fall schneller als sein Vorgänger. Den Unterschied konnte ich jetzt bei einem kurzen Streckenflug ganz gut sehen.
Ohren anlegen:
Wie gewohnt, geht das natürlich ganz easy beim Tequila. Allerdings gehen die Ohren etwas langsamer wieder auf, als beim Tequila 2. Die Luft strömt vermutlich langsamer in die Spitzen, so war mein Gefühl. Auch das Beschleunigen mit angelegten Ohren klappt prima.
Steilspirale:
Die Einleitung der Spriale dauert etwa zwei Umdrehungen. In der Spirale kommt er mir schneller vor als der Tequila 2 und macht mehr spaß
Die Ausleitung geht automatisch beim loslassen der kurveninneren Bremse, nach auch etwa 2-3 Kreisen.
B-Stall:
Das Einleiten des B-Stalls bedarf einem gewissen Kraftaufwand, ebenso das Halten. Bei den 3-Leinern liegt die Ursache hierfür in der Konstruktion/ Aufhängung der Leinen am Segel. Dann gehts aber gewohnt stabil nach unten. Beim Loslassen der B-Gurte schießt die Kappe kaum und der Flügel nimmt gleich wieder Fahrt auf.
Dynamik allgemein:
In der Thermik lässt sich der Tequila 3 schön flach drehen. Das Einleiten von Wingovers und Steilkurven geht etwa gleich dynamisch wie bei seinem Vorgänger.
Man fühlt sich subjektiv etwas sicherer unter dem Schirm, was vermutlich mit dem gedämpfteren Verhalten zu tun hat.
Ein richtiges Fazit folgt nach weiteren Testflügen. Der erste Eindruck ist auf jeden Fall schon einmal sehr positiv und das Smaragdgrün ist einfach geil
›› Hier der DHV Testbericht für den Tequila 3 M

© Wolfgang Ehn
Geschrieben von: admin
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