Abgeflogen auf Facebook

Eine weitere spektakuläre Perspektive ist die Positionierung der GoPro Digitalkamera in den Leinen über dem Piloten! Mit der kite mount Befestigung hängt die GoPro somit etwa 1-2 Meter über dem Piloten und hat einen guten Abstand für einen interessanten Bildausschnitt. In der Kappe montiert sitzt die GoPro einfach zu weit oben, um wirklich viel vom Gleitschirmpiloten sehen zu können.

Ganz einfach ist die Montage während des Fluges allerdings nicht. Ich habe die inneren A-Leinen genutzt. Man sollte ausreichend Höhe haben und weg vom Hang fliegen. Bei der Montage im Flug fliegt man durch die Gewichtsverlagerung automatisch Kurven! Das herunterziehen der A-Leinen sollte auch sachte geschehen, um einen Frontstall zu verhindern :-)

Sicher kann man die GoPro auch schon vor dem Flug an den Leinen befestigen. Allerdings habe ich das noch nicht getestet. Man müsste die Kamera dann auf jeden Fall fixieren, damit sie nicht herumrutscht und darf keinen Leinensalat verursachen! Am besten beim Groundhandling ausgiebig testen.

Eine Konsequenz, die daraus resultiert, ab kommender Saison vermehrt auf Strecke zu gehen und meine Beinhaltung im offenen Gurtzeug, nämlich meist ausgestreckt (ohne Beinstrecker), war es, das neue Impress 3 Liegegurtzeug von Advance zu testen. Warum gerade das Impress 3? Ganz einfach – es soll eines der bequemsten und leichtesten Liegegurtzeuge sein und ein geringes Packmaß besitzen. Außerdem bin ich mit meinem Access 2 air von Advance so zufrieden, dass es nahe liegt, Advance treu zu bleiben. Das Range 2 von Skywalk hätte mich auch brennend interessiert, ist aber ein Auslaufmodell und in meiner Größe nicht mehr verfügbar.

Da ich zum ersten Mal einen Liegegurt geflogen bin, kann ich nur Vergleiche mit herkömmlichen, offenen, Gurtzeugen ziehen. Das Impress 3 hat einen permanenten Schaumprotektor unterhalb des nicht vorhandenen Sitzbretts, hinter der Rettung. Am Rückenteil selbst verfügt der Liegegurt über keinerlei Schutz (ebenso wie das Access 2 air). Daher ist das Packmaß rel. klein. Wie bereits angesprochen hat das Impress 3 kein Sitzbrett! Diese Neuentwicklung hat Vor- und Nachteile. Wobei die Nachteile vermutlich marginal sind. Durch das fehlende Sitzbrett ist das Packmaß und Gewicht geringer. Allerdings vermisst man im Flug bei Gewichtsverlagerung den „Hebel“ unterm Hintern! Das lenken mit Gewichtsverlagerung fällt daher anders als gewohnt aus. Auch bei Wingovers fehlt einem das Sitzbrett im ersten Moment, um Dynamik über das Gewicht aufzubauen. Man sitzt doch subjektiv eher schwammig im Impress 3. Aber das muss kein Nachteil sein – denn erstens ist das Impress 3 kein Freestyle Gurtzeug und zweites ist es dafür unschlagbar bequem! Man liegt gebettet in einer gemütlichen Hängematte, in der man es vermutlich über viele Stunden hinweg ohne Druckstellen aushält.

Heute war nicht nur die Hölle los, sondern auch viel, viel Wind am Set… Allerdings ging es heute primär zum Snowboarden an den Diedams. Ich habe mich aber nicht lumpen lassen und trotzdem einen Flug gewagt. Am unteren Startplatz bei der Drachenrampe hatte es einen 25 – 35er Wind von SSW. Ned übel, nur etwas zu viel des Guten. Ein paar Meter unterhalb des Startplatzes war es aber sehr lauschig bei moderaten 10km/h. Also nichts wie auslegen, was bei dem Gefälle extrem schweißtreibend war, und ab in die Lüfte.

Auf Höhe der Mittelstation war es ein bisschen turbulent mit ein paar kleinen Raschlern. Ansonsten konnte man sich rel. lange auf der Ostseite halten. Gegen später war es dann sicherlich die bessere Entscheidung SnowZuBoarden – siehe Bilder.

Gestern ging es in diesem Winter zum ersten mal an den Diedamskopf zum Fliegen. Die Prognosen mit Ost/ NordOst haben sich dann vor Ort leider bestätigt. Ab Mittag andauernder NO – N mit Windstärken bis zu 20 km/h. Viel Parawaiting am Startplatz, aber 2 Flüge waren drin. Bei Nordost kommt man dann doch grad noch so raus. Ein paar haarsträubende Startversuche waren mal wieder zu beobachten. Starts zwischen Seilbahn und Bergstation…mit Zwischenlandung auf der Piste :-D

Zurück aus dem Urlaub steht Weihnachten vor der Türe. Sehr entspannent, wenn man dem Weihnachtstrubel so kurz vorher entflieht.

Die Woche im Silvretta/ Montafon war kurz und ereignisreich. Eine Woche vor Ankunft lag praktisch noch kein Schnee in den Höhenlagen. Erst ein paar Tage vor Anreise (17.12) erhielten die Berge ihr weißes Kleid. Als Flieger wäre es mir im Grunde egal gewesen, wie die Schneelagen aussehen. Aber wir waren ja nicht ganz alleine unterwegs und letztendlich war ich ganz froh über die weiße Pracht, da mit Fliegen in der Woche nicht viel los war. So entschied ich mich kurzerhand nach 16 Jahren mal wieder auf’s Schneebrett zu steigen – und es war richtig geil! Im Verlauf der Woche bekamen wir über 1 Meter Neuschnee und Powder vom Feinsten! Ein adäquater Trost für das miese Flugwetter.